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Japan – Survivalguide für den Sommer

26 Aug

Nachdem ich jetzt schon ganze zwei Wochen in Japan bin und das in der heissesten Zeit des Jahres möchte ich denjenigen, die nach Japan kommen und eventuell den August oder September mitbekommen ein paar sinnvolle Tipps und Tricks weitergeben, die mitunter auch Leben retten können. Oder vorm Er-schmelzen retten. Ist fast genauso schlimm.

Im August ist die durchschnittliche Temperatur meist um 20 Grad wärmer als in Deutschland die Sommertemperatur ist – wir wünschen uns einen Sommer mit 27 Grad, damit man ins Schwimmbad gehen kann, Eis essen oder in Sommerklamotten rumlaufen kann. Meist haben wir in diesem Monat einen eher durchwachsenen Sommer mit oftmals 15 oder 18 Grad. Nicht so in Japan. Anfangs dachte ich, dass ich mit 38 Grad Tagestemperatur gut zurecht kommen würde, aber eines hatte ich vergessen: die Luftfeuchtigkeit.

In Japan ist es im Sommer sehr heiß, das bedeutet 32 bis 38 Grad tagsüber, manchmal an Regentagen auch etwas kühler, aber die Hitze ist jedes Jahr da. Und wenn diese heißen Tage noch nicht genug wären, toppt man das noch, indem man 70% Luftfeuchtigkeit dazu gibt. Kurzum: Heiß, schwül, stickig. Und hier ein paar Tipps wie man den Sommer in Japan am besten überleben kann:

  • Handkerchief

Das ist ein kleines Handtuch, das auch gerne im Winter oder sonst als Handtuch für die Hände nach dem Toilettengang benutzt wird und in allen Facetten angeboten wird: Hello Kitty und Miffy für die „Jüngeren“ und gediegene Blumentücher für die älteren Damen; einfarbige schlichte, Stickereien an einer Ecke oder handgearbeitete Färbungen – es gibt sie überall. Und was macht man im Sommer mit einem Handtuch? Schon mal bemerkt, dass man durch das Laufen in der Hitze, durch die Schwüle und durch die Hitze der Stadt … schwitzt? Und schon gemerkt, dass dieser …  Schweiß stört, nervt und überall hin rinnt? Genau dafür ist das kleine Handtuch da: Schweißwischtuch für Gesicht, Hals und sonstiges. Und es ist wahnsinnig hilfreich – wer steht denn schon gerne bei einem Date schweißüberströmt mit glitzernden Schweißperlen auf der Lippe da und begrüßt Freund/Freundin? Eben.

  • Fächer

Damals, vor langer Zeit … Pustekuchen. Fächer sind in Japan normaler als man glaubt. Ohne Fächer nämlich steht die Luft und der Hitzschlag rückt etwas näher. Mit dem Wedeln des Fächers kann man frische Luft in Gesicht, Dekoltee oder sonst wo hinfächeln – es hilft! Und das haben auch die Marketing-Firmen entdeckt und bieten die simplen Fächer aus Plastik mit unzähligen Motiven und Werbesprüchen an – für umsonst. Aber man kann sich auch welche mit beliebten Motiven wie Totoro von Hayao Miyazaki oder einen traditionell japanischen aus Bambus mit Kirschblüten  oder Hasen kaufen. Dazu gibt es dann noch die als „Fächer“ in westlichen Spähren bekannten Klapp-Falt-Fächer, die es ebenfalls in unzähliger Ausführung gibt, aber meist muss man dafür etwas mehr Geld hinlegen, wenn man nicht möchte, dass der Fächer nach ein paar Mal auf- und zufalten auseinander fällt. Immer dabei haben – wer nicht wedelt, der hat im Sommer in Japan ein kleines Problem.  Im japanischen unterscheidet man zwischen den Uchiwa und den Ogi, dem einfachen Blattfächer und dem Faltfächer.

  • Eis

Was ich bei dieser Hitze brauche ist Magnum-Eis. Schöne Schokolade aussenrum mit süßem Vanilleeis und dicken Karamelkern der… So ein Blödsinn. Wer bei diesen Temperaturen eine Weile spazieren war, durch Wald, Stadt, Wiesen oder sonstwo, und eine Rast einlegt, der braucht keine klebrige, schwere Süßigkeit. Eher etwas, das wirklich kühlt, entspannt und die innere Temperatur auf ein Normalmaß senkt: Kakigori. Auf gut deutsch: Geraspeltes Eis, auf das dementsprechend ein Sirup mit Geschmack kommt. Man sitzt also im Schatten, hört die Zikaden wortwörtlich brüllen, wedelt sich Luft zu und hat das Handtuch um den Hals gelegt – da kommt dann auch schon das Kakigori mit Erdbeer-Geschmack. Eine Schale mit Eisraspeln vom Eisblock runtergehobelt – sozusagen Crushed Ice, nur in lecker. Wer eine Schale davon verdrückt wird merken, dass die Zunge fröhlich ihren Geist aufgibt und das Wedeln nicht mehr notwendig ist – gottseidank.

  • Kühlgel

Etwas Kühlendes ist immer gut, vor allem dann für das Gesicht und so. Aber dafür gibt es Wasser, Fächer, Handtuch und Schatten. Was noch in keinster Weise gekühlt ist, das sind unsere Füße. Und mal ehrlich: Wessen Füße fangen nicht irgendwann bei hohen Temperaturen, Herumgelaufe und Luftfeuchtigkeit das Brennen an? Manche sollten sich auf dicke dicke Füße gefasst machen und Schuhe mitnehmen, die etwas Platz lassen, damit man die Füße nicht abschnürt. Da empfehle ich FlipFlops mit einer rutschfesten Sohle, Ballerinas mit guter Sohle und natürlich alle Sportschuhe – je offener desto besser. Und wenn man dann eben doch kochende Füße hat, die zwei Zentimeter an Umfang zugenommen haben hilft nur eins: Kalt duschen, mit einem kühlenden Spray oder Gel einreiben, ein nasses Handtuch um die Füße wickeln und ab nach oben. Um die Füße zu entspannen hilft auch Kieferlatschen sehr, in allen Ausführungen, wobei ich persönlich die Creme für müde Füße bevorzuge: eine Investition ist das wert, Füße müssen einen noch lange lange tragen.

  • Autan, dein Freund

Japanische Mücken sind gemein, hinterhältig und leise. Mag sein, dass nachts nichts in Wohnung, Hotel oder Zimmer gelangt, aber der Aufenthalt draußen ist gefährlich genug und man merkt es erst, wenn es zu spät ist. Dann bilden sich je nach Person unterschiedlich große und hügelige Flecken, die mitunter stark jucken können und sich auf mysteriöse Art und Weise vermehren. Daher: Autan vorher und Fenistil nachher. Oder kühlen. Oder Spucke, das ist mein Heilmittel.

Ein normaler Buchladen in Japan

21 Aug

Ein paar Bilder von einem japanischen Buchladen im Kaufhaus – mehr Infos kommen, aber man sieht schon wo der Schwerpunkt liegt…

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Das große große Tor im roten Lack

20 Aug

Ich bin dann mal … im Süden und voll im Stress mit Reisen und Gucken. Ab nach Hiroshima gings und weiter mit der Fähre nach Miyajima wo das weltbekannte Tori steht: Das japanische rot lackierte Tor, das im Meer steht und den Eingang zur spirituellen Welt darstellt. Denn früher war die Insel unbewohnt und für Normalsterbliche verboten, was bedeutet dass man bei Ebbe zu Fuß oder per Schiff durch das Tor zum Itsukushima-Schrein musste.
Und die netten Rehe, die überall zu finden sind mampfen einem alles weg – einer kaute genüsslich quietschend auf einer Tetrapackung rum… seltsame Tiere.
Und am bekanntesten sind kleine Küchlein, die wie die Ahornblätter geformt sind und daher Momiji heißen.
Es regnet, wir waren schön im heißen Onsen und hüpfen nun fröhlich im Yukata ins Bett.

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Japan braucht heut keine Worte

17 Aug

Hier mal ohne Worte ein paar kurze Eindrücke von Japan bei unglaublichen 37 Grad, vielen Lichtern und unbekannten Menschen. Ach ja, und schmerzenden Füßen.

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Japanische Feiertage und Feste – Langeweile ade!

12 Aug

In Japan gibt es ein paar Feiertage. Okay, etwas untertrieben. Viele Feiertage, die sich in einer Sache deutlich von unseren Feiertagen unterscheiden: Man freut sich zwar auch über eventuelle Freizeit, aber der Feiertag hat einen tatsächlichen Sinn und die traditionelle Prozedur des jeweiligen Feiertags wird eingehalten.

Was heißt das also?

Stärker als bei uns hat man gewisse Schemata, die am jeweiligen Feiertag durchgeführt werden. Bestimmtes Verhalten, bestimmtes Essen, bestimmte Aufgaben sind seit jeher festgelegt und werden auch umgesetzt. Beispielsweise nehme ich einmal den 5. Mai – der “Kodomo no Hi”  – こどもの日der als “Kindertag” übersetzt werden kann. Und so wie es der Name schon sagt, geht es am 5. Mai um die Kinder, die gefeiert werden sollen.

Kodomo no Hi lässt Karpfen fliegen

Früher gab es noch einen “Mädchentag” der aber 1984 zum “Knabentag” dazugelegt wurde und es nun einen einheitlichen Kodomo no Hi gibt. Die Ursprünge sind eigentlich auch ganz schnell erklärt: Es gab früher schon Jahreszeitenfeste, die die Jahreszeiten einläuten und begrüßen – der Kodomo no Hi Feiertag hieß damals Tango no Sekku 端午の節句 und läutete die Regenzeit ein. Dieser wurde dann als Knabentag gefeiert und nun begrüßt der Kodomo no Hi die Regenzeit als Jahreszeitenfeiertag.

Und für einen Feiertag gibt es auch ganz bestimmte Prozeduren oder Dekorationen: Bei Kodomo no Hi hängt man einen Karpfen aus bunten Papier am Haus auf: Koinobori 鯉幟. Diese sind als Art Windsäcke konstruiert und zeigen zwei große Fische und den Kindern entsprechend kleine Fische unten drunter, die im Wind wehen. Der schwarze Fisch steht für den Vater, der rote für die Mutter und blau für Söhne, wobei für Mädchen keine Fahnen angedacht waren, daher ändert sich das Farbschema momentan nach Belieben.Gegessen wird an diesem Tag Kashiwa-Mochi, Reiskuchen mit Eichenblatt umwickelt.

Der Feiertag im August – O-Bon

O-Bon ist ein buddhistischer Feiertag um die Geister der verstorbenen Ahnen zu erretten und wird vielen als “Lichtfest” ein Begriff sein. Im Zeitraum vom 13. bis zum 15. August wird der Feiertag begangen, der jedoch auch variieren kann. Zum Beispiel findet am 15. August in Tokyo das “Abschiedsfest” der Ahnen statt, wobei in der Kanto-Gegend das O-Bon schon im Juli gefeiert wird.

Die Geister zu Besuch

Es wird geglaubt, dass einmal im Jahr die Ahnen als Geister auf die Erde zurück kehren und ihre Verwandten besuchen. In dieser Zeit reisen die meisten Japan auch in ihre Heimatstadt und zu den Gräbern, um ihre Ahnen nicht zu vernachlässigen. Dabei werden Lampen vor die Häuser gehangen, um den Ahnen den Weg zu leiten, die O-Bon-Tänze werden aufgeführt, es werden Tempel und Hausaltar mit Essen versorgt. In dieser Zeit wird alles getan um den Ahnen Ehrerbietung zu zollen. Und damit diese Geister der Ahnen auch ihren Weg nach Hause finden, werden am Ende des O-Bon Lampen auf Seen und Flüsse schwimmen gelassen, um den die Ahnen auf dem Nachhauseweg ins Jenseits zu begleiten.

Typisch ist der O-Bon-Tanz, der um ein Holzgerüst yagura herum vorgeführt wird und die Tänzer tanzen ordentlich in Reihen. Für besseres Verständnis, wie denn so ein Obon-odori aussieht gibt es hier ein kleines aber feines Video:

Da ich am 15. August in Tokyo ankomme, werde ich am Abend im Sensoji-Tempel der quasi neben der Jugendherberge liegt, an der Zeremonie teilnehmen und vielleicht darf ich auch eine Laterne den Fluß entlang schicken.

Auf jeden Fall gibt es dazu bald Fotos und vielleicht auch ein kleines Video – aber auf jeden Fall gibt es ein Live-vor-Ort-Update.

Japan Rail Pass

8 Aug

Der Japan Rail Pass ist angekommen – und ist für alle, die nach Japan reisen eine Investition wert.

Denn dieser Rail Pass ist genau das, was sein Name vermuten lässt: ein Zugticket, das unbegrenztes Reisen in Japan zu einem bestimmten Preis ermöglicht. Dabei kann man bzw muss man den zu bereisenden Bereich Japans auswählen und einen Zeitraum, in dem man das Ticket nutzen möchte, aussuchen. Genauere Informationen, wie und was und wo das alles so funktioniert, findet ihr auf der Japan Rail Pass Webseite.

Mein Japan Rail Pass ist noch nicht der finale Rail Pass – genauer gesagt ist der rot-blaue Zettel die Bestellbestätigung, mit der ich zum Beispiel am Schalter am Flughafen Narita in Tokyo meinen echten Rail Pass bekomme. Und da auch den Zeitraum angebe, ab dem das Ticket gültig sein wird. Ab da habe ich dann zwei Wochen, die ich in Japan umherfahren darf. Kosten sind 45.100 Yen also ca. 385 Euro mit dem damaligen Wechselkurs. Das ist viel Geld, ich weiß, aber man würde um einiges mehr Geld zahlen ohne diesen Rail Pass! Auch wenn jetzt der Wechselkurs gerade gen 100 Yen pro 1 Euro sinkt…

Wichtig zu beachten ist noch eins: Den Rail Pass bekommt man nur als Tourist: “Valid only when admitted into Japan for Transit for as Tourist.” So steht es da – schlussendlich ist es wirklich die günstigste und schnellste Art zu reisen, denn der Shinkansen brettert mit einer Wahnsinnsgeschwindgkeit auf der Insel rum und das Hitchi Haikingu (Hitch-Hiking) ist noch immer nicht allzu normal.

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“Angefeuerte” Vorbereitung dank Fairy Tail

7 Aug

Ich bereite mich psychisch und physisch auf Japan vor. Nun, eigentlich mache ich To-Do-Listen, damit ich ja nichts vergesse, lüfte meine neugekauften roten Koffer und beseitige das Chaos in der Wohnung.

Außerdem habe ich bildungstechnischen Nachholbedarf. Momentan ist Fairy Tail der Anime, der bei mir Stunde für Stunde läuft und mich merke wie sich meine Ohren aus dem Koreanischen herausziehen und wieder japanisch werden.

Dabei ist dieser einer der momentan beliebtesten Mangas und ein sehr gut laufender Anime, der zufälligerweise vom selben Studio ist,wie “Ao no Exorcist” – eine Serie, die ich ebenfalls abgöttisch liebe. Fairy Tail ist aber schon etwas weiter was die Anzahl von Kapiteln und Folgen betrifft und kann eine tolle Geschichte, eine spannende Weiterentwicklung der Charaktere und eine stimmige Welt vorweisen. Klasse Kampfszenen und bewegende Momente – ich fieber oft mit, lache mich schlapp oder bekomme Gänsehaut.

Aber was die ganze Sache noch um einiges besser macht, ist der Soundtrack. Opening und Ending sind Anime-typisch (Pop oder Rocklieder meist japanischer Bands oder Sänger), aber zum Beispiel das dritte Opening geht in die Richtung, wie der ganze Soundtrack der Serie geht: Rock mit  einem Hauch Mittelalter. Und es passt wie die Faust auf’s Auge, rockt und macht die Serie noch um einiges “einzigartiger”.

Ich bin begeistert – und deswegen läuft der Soundtrack bei mir auf und ab. Vor allem das Kampfthema von Natsu, dem Dragon Slayer, der mit Feuermagie kämpft. Epic!

Rundreise in Japan – Ab in den Süden…

5 Aug

Ein Teil meiner Japanreise beinhaltet eine Rundreise bzw Studienreise in Japan, die in den Süden führt und verständlicher Weise den Norden auslässt. 7 Stops in 9 Tagen. Das heißt: Travelling!

Wir werden 9 Tage unterwegs sein, in einem Tempel übernachten, eine Universität besuchen, den Kiomizudera-Tempel in Kyoto besichtigen, die Ruinen in Hiroshima begutachten, die wunderschöne Landschaft der Insel Shikoku im Sonnenuntergang bestaunen… Einfach wunderbar! Wir haben ein taffen Zeitplan, aber dafür danach umso mehr Zeit in Tokyo rumzurennen und noch einmal mit dem Shinkansen nach Kyoto zu fahren. Denn Kyoto muss einfach etwas länger besucht werden – die ehemalige Hauptstadt Japans.

Einen kleinen Nachteil hat es: es ist warm. Nein. Heiß. Momentan sind es nachts 29Grad mit Gewitter in Tokyo. Im Süden wird es etwas wärmer. Und mit 80% Luftfeuchtigkeit könnte es etwas … nun, sagen wir drückend werden. Aber davon lasse ich mich und meine Begeisterung nicht unterkriegen! がんばりまね!

Hier einmal die Übersicht, wo wir überall sein werden:

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