Welttag des Buches – Bücher zu verschenken

15 Apr

Der Welttag des Buches steht vor der Tür (23. April 2012) und wie wäre es auch anders, wenn ich nicht auch wunderbare Bücher zu verschenken hätte.

Warum denn Bücher verschenken?

Ich bin eine der glücklichen Lesefreunde, die ganze 30 Exemplare zu verschenken haben und unter einer tollen Auswahl 3 Lieblingsbücher auswählen durften. Die Wahl fiel mir schwer, aber schlussendlich bin ich sehr glücklich, dass ich nächste Woche in der Rupprecht Buchhandlung in Erlangen mein wunderbares Buchpaket abholen darf.

Um welches Buch handelt es sich?

Um “Mondscheintarif” von Ildikó von Kürthy, erschienen beim Rowohlt Verlag. Es ist der Debütroman und ist wunderbar humorvoll, liebevoll und leider auch sehr treffend geschrieben.

Wie oft habe ich mich dabei erwischt “Oh Gott! Sie ist wie ich!” zu denken und vorsichtig im Schrank nach zu sehen, ob sich die Autorin nicht dort versteckt hat. Jede Frau, die auch nur ansatzweise verliebt war, wird sich in der locker geschriebenen Geschichte wiederfinden – und lachen.

Es geht schlussendlich darum, dass die Protagonistin Cora Hübsch verzweifelt auf den Anruf von dem hübschen Daniel wartet, mit dem sie angebandelt hatte und bemerkenswert guten Sex hatte. Die hysterischen, selbstzweifelnden, ironischen, übermütigen und verliebten Gedanken während dieser Wartezeit erzählen das Kennenlernen, das Verlieben und die Folter des Wartens auf den erlösenden Anruf. Echter geht es nicht.

Ich will ein Buch – was muss ich tun?

Ich verschenke hier 15 Exemplare von “Mondscheintarif”. Postet, schickt oder trommelt mir, warum ihr dieses Buch dringend benötigt: Ihr habt eine verzweifelt verliebte Freundin, ihr wollt endlich wieder gute Frauen-Badewanne-proud-of-Literauter lesen, ihr wolltet schon immer genau dieses Buch lesen, aber seid pleite, ihr kennt jemanden, der kaum liest, aber dieses Buch verschlingen würde…

Mit Bild, mit Text, mit einer Geschichte – was ihr wollt. Seid kreativ, denn die lustigsten, überzeugendsten, verzweifeltsten oder hysterischen Einfälle bekommen das Buch dann geschenkt.

Ihr könnt es als Kommentar posten oder mir direkt schicken sakura.becky@googlemail.com (wenn ihr nicht wollt, dass eure Ideen von mir hier gepostet werden, dann vermerkt das einfach).

Ende der Verschenk-Aktion ist der 25. April 2012.

Unter den kreativsten Einsendungen wähle ich dann 15 Gewinner aus, die ich dann via Email kontaktiere und das Buch dann zugesendet bekommen.

Also los – ich freu mich auf eure Einfälle und Bücher-Liebeserklärungen! Ich freu mich auf jeden Fall, dass ich eine der schönsten Sache der Welt verschenken darf: Bücher! Daher ein großes Dankeschön an den Börsenverein, der das möglich macht!

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BuchKarriere: Verlagsranking und Praktikumsbewertung

21 Mar

Na endlich – in anderen Branchen schon ein Bestandteil des Alltags, in der Buchbranche bisher eine etwas gefürchtete Sache: Ranking. Warum gibt es in anderen Branchen Rankings mit Details über Inhalt des Praktikums oder Volontariats, Bezahlung und Weiterbildung nur in der Buchbranche nicht?

Weil es oftmals keine Bezahlung gibt? Weil man oftmals nur Kaffee-Kocher ist? Weil den Verlage es egal ist, was der Nachwuchs denkt, da sie sowieso immer Praktikanten kriegen? Weil sich die Buchbranche als besonders und anders versteht? Weil die Arbeitgeber denken, sie müssen nicht um guten Nachwuchs werben?

Was auch immer es ist, Norsin Tancik und mir war es zu blöde, dass der Nachwuchs keine Stimme hat, keine Möglichkeit sich mit anderen über Karrierechancen und -wege auszutauschen und schlechte Behandlung kund zu tun. Daher haben wir in einem spontanen Meeting im Gasteig in München die Idee aufgeschnappt und BuchKarriere – Dein Platz in der Buchwelt gegründet mit dem ersten und einzigen Verlagsranking bestehenden aus Bewertungen von Praktikanten und Volontären.

Wir sind schon auf Facebook online und die zwei Umfragen, die 2 bis 4 Minuten dauern gibt es auch schon – außerdem auch schon sehr viele ausgefüllte Umfragen! Die Themen “Praktikum”, “Karrierechancen” und “Volontariat” sind tatsächlich stetig aktuelle Themen beim Nachwuchs, da man anders in die Buchbranche garnicht kommt. Erst ein Zeh, dann ein Fuß, dann ein Bein und dann – vielleicht der ganze Körper oder eben nicht.

Aber wichtig ist hier auch, dass die Verlage die Chance haben konkrete Wünsche und Anforderungen zu formulieren, zu sehen, wie sie gewünschten Nachwuchs bekommen und fördern können und dass ein Austausch zwischen dem Buchbranchen-Nachwuchs und den Arbeitgebern möglich ist.

Vielleicht kapieren einige junge Leute dann, dass man sich manchmal etwas mehr anstrengen muss, um begehrte Plätze zu erwischen. Vielleicht kapieren die Verlage dann auch, dass sie mit Bezahlung, Weiterbildung oder spannenden Arbeitsinhalten die wirklich engagierten Nachwüchsler für sich begeistern können. Und dann tanzen wir alle glücklich Hand in Hand um ein großes Feuer und singen Lieder… Oder haben Jobs, die die Miete bezahlen und Verlage, die mit uns und mit der Zeit gehen.

Ab zu BuchKarriere – Dein Platz in der Buchwelt! Und weitersagen!

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Leipziger Buchmesse Eindrücke

21 Mar

Die Leipziger Buchmesse ist wieder vorbei und ich bin etwas erleichtert – nach 4 Tagen Messe ist der Wunsch nach Ruhe doch ganz schön gewachsen, sodass man glücklich zufrieden im Zug in Richtung Heimat saß. Bücher, Menschen, Suppe, Comics, Mangas, Leseexemplare, Innovation. Hach.

 

 

Aber die Messe war wieder einmal toll, viele bekannte Gesichter und die Fluten von Cosplayern waren vor allem am Wochenende wieder gigantisch. Im Comic-Bereich wurde sogar mit Bubble-Tea und unzähligen Shop-Ständen aufgewartet, das Anime-Kino zeigte (leider) gedubbte Animes und im Japan-Café saßen viele Japan-Fans, verkleidet als Naruto, Rukia oder Hope. Es war wieder ein großes Familientreffen, vor allem auch für die Comic-Fangmeinde, die sich auf der ganzen Messe und gerne im hellen CCL verteilte, um Fotos zu machen, Freunde zu treffen und über das gemeinsame Hobby zu diskutieren.

Ich war wieder einmal begeistert und konnte dem Drang wiederstehen mich unauffällig einfach unter sie zu mischen – in der Tram ging es schwerer, als meine Nachbarn über den tollen Fairy Tail Kalender sprachen oder ein als Pokemon verkleidetes Mädchen fast umfiel. Ich fürchte, ich muss mal wieder aktiver dabei sein – ein jahrelanges Hobby tut man doch nicht einfach so ab.

 

 

Nachdem ich leider noch immer nur mit meiner iPhone-Kamera ausgestattet bin, konnte ich nicht so wild umher knipsen. Aber ich habe trotzdem einige Impressionen machen können, da der Stand von Fischer mit einer tollen “Sonderausgaben Edition”-Plakatwand ausgestattet war, Droemer Knaur wie gewohnt mit dem Bücher-Turm aufwarten konnte, Unmengen gefalteter Origami-Kraniche die im Japan-Café hingen, die aufheizende Glashalle, mein neuer Arbeitgeber terzio-Verlag mit Ritter Rost und mein Lieblingsverlag “Random House” – außerdem der Carlsen Verlag, der etwas distanziert wirkte.

Das nächste Mal plane ich einen kompletten Anime&Manga-Tag ein und einen kompletten Termin-Hallo-sagen-Tag, da ich viele liebe Menschen nicht oder nur kurz treffen konnte.

Zum Cosplay, das ich dann wohl machen muss: Ich werde als Kirsche gehen, jawohl.

 

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Mangavielfalt in japanischen Buchläden

3 Mar

Diese typischen grellen Cover, die endlosen Reihen japanischer Comis, die den größten Teil so mancher Buchhandlung ausmachen oder ein wichtiger Bestandteil von Buchhandlungen sind kennen viele Japan-Fans. Tatsächlich ist die Vielfalt der Arten von japanischen Comics nicht nur in Richtung “Sailor Moon” oder “Dragon Ball” gehend, sondern wie in der Literatur gibt es auch hier unendliche Arten von Genres. Zusätzlich dazu gibt es – im Gegensatz zu beispielsweise Krimis – Artbooks und Merchandise und Romane und Sonderausgaben. Und vor allem dann, wenn der Manga in einen Anime oder eine Serie umgesetzt wird (gerne auch andersrum), dann ist die Vielfalt der gedruckten Angebote überwältigend.

Da es in Japan eben nun diese große Auswahl an Mangas gibt, ist das Angebot an Ware in den Buchläden auch dementsprechend groß. Dazu kommt natürlich noch der Beliebtheitsgrad der Comics im Allgemeinen, denn diese werden von Groß und Klein gelesen – dank der endlosen Genres. Aktuelle Mangaserien werden oftmals in kompletten Reihen gelagert, was oftmals einige zig Bände bedeuten kann genauso wie sehr beliebte Serien, die ein Dauerrenner sind.

Hier gibt’s eine kleine Auswahl an Mangas in Buchläden – am Anfang ist man immer etwas überfordert, aber fühlt sich schnell wohl. Vor allem wenn große Ketten wie Kinokuniya auch Leseexemplare anbieten, da die Mangas normalerweise immer verschweißt sind, um sie vor den lesegierigen Blicken der potentiellen Kunden zu schützen.

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Online-Scans als Rettung und treue Manga-Fans

27 Jan

Wer kennt sie nicht, die Plattformen, auf denen man als Comic-Fan so jeden Manga finden kann, der erschienen ist. Und erscheinen wird. Vor allem letzteres ist ein großer Vorteil dieser Seiten, die von fleißigen Teams am Leben gehalten wird. Von den Fans ganz zu schweigen, die über neue Kapitel diskutieren, auf den allerneusten Scan hinfiebern und über Charaktere streiten. Diese Fans sind die besten und treuesten Fans, die sich ein Verlag eigentlich wünsche könnte. Und jeder Autor und Zeichner (Mangaka).

Aber das kleine Problem ist, sehr schlaue Leser werden es schon ahnen, dass diese Scan-Ins eben nicht vollkommen legal sind. Jemand in Japan kauft sich den allerneusten Band von Fairy Tail, scannt diesen ein und macht sich mit Bildbearbeitungsprogrammen an die Übersetzung des Japanischen/Koreanischen. So können weltweit die wartenden Fans nur kurze Zeit nach Erscheinen des Originals schon das aktuellste Kapitel ihrer Serie lesen.

Und warum macht man das? In erster Linie, weil kein Verlag es schneller anbietet als die Scan-Plattformen. Und weil viele der Manga-Fans nicht unzählige Bände von Serien kaufen wollen, die dann daheim im Weg stehen. Allein der weltweit beliebte Manga “Bleach” hat 53 Bände und ist noch nicht abgeschlossen. Andere Serien wie “Naruto” und “Naruto Shippuuden”, “Dragon Ball” und “Dragon Ball Z”, “Ranma 1/2″ oder “One Piece” weisen ebenfalls eine große Anzahl an Bänden auf, die aber immer wieder gerne gelesen werden.

Was also tun, wenn man unbedingt weiterlesen will, aber es noch dauert bis entweder ein Verlag die Rechte an der Manga-Serie erhält oder der gewünschte Band erscheint? Genau, man sucht online. Wenn man Filme, Serien und Musik online findet, dann doch auch Comics. Und damit liegt man vollkommen richtig. Bevor ich hoffe, dass Verlag XYZ die Rechte ergattert und dann irgendwann einmal der Comic auch tatsächlich in Deutschland erscheint oder ich versuche ich ihn auf amazon.com zu kaufen, lese ich ihn doch einfach online. Und zwar immer und immer wieder – ohne große technische Probleme und meistens zufriedenstellende Qualität.

Wer einen Blick auf die Seite von VIZ Media wirft, wird sehen, dass die Amerikaner schon etwas auf den Zug “Digital”, “ebooks” und “Give the people what they want” aufgesprungen sind. Mit einer interessanten App kann man die Mangas auf iphone, ipad oder PC lesen. Die Hüll-App ist ein Reader und ein Shop, sodass die gewünschten Mangas gekauft und gelesen werden können. Zusätzlich bietet VIZ eine digitale Version von “Shonen Jump” an, die mit einigen Vorteilen aufwarten kann und sicherlich die Fans glücklich machen kann, wie nichts anderes:

Zusätzlich gibt es Shonen Jump Digital Warp, damit Mangas wie Bleach auf ein Level mit Japan gebracht werden. So können die Leser in den USA ohne etwas verpasst zu haben, die neuesten Kapitel im “Shonen Jump Alpha” in digitaler Form lesen.Über die App gibt es Anfang kostenlose Exemplare, die man sich holen kann. Danach kostet ein Band dann 5$, was im Vergleich zu 8$ auf Amazon noch günstig ist. (Da ich leider nicht auf alle Seiten Zugriff habe und die App leider nicht für Europa gedacht ist, kann ich keine genauen Informationen mitteilen, freue mich jedoch, wenn jemand in der Lage dazu ist!)

Interessant fände ich persönlich auch eine Flatrate für beispielsweise 24,99 $ für den Kauf von Mangas über die App, die im Flatrate-Abo dann mit einem Mengenrabatt versehen sind – schwierig jedoch auf dem deutschen Markt, wenn wir uns die Buchpreisbindung ansehen. Eventuell kann man bei Flatrates mit Extras oder schnellerem Zugriff auf neue Kapitel ausweichen, dennoch wäre es für die deutschen Verlage wie Carlsen, Egmont und Tokyopop ratsam in dem digitalen Bereich aktiv zu werden. Oder erste Schritte zu machen, um nicht Leser zu verlieren. Natürlich muss der Lizenzhalter wie die japanischen Verlage Shogakukan, Kodansha, Kadokawa oder Shueisha auch mitspielen, aber deren erste Furcht ist das Auftreten der mangelnden Wertschätzung der Arbeit der Autoren und Zeichner. Kann man ihnen verständlich machen, dass durch eine multilinguale Plattform die Leser eher bereit sind dafür zu zahlen, wenn dafür hochwertige Qualität gewährleistet wird? Dass die Leser deswegen abspringen, weil sie das, was sie wollen und bereit sind, dafür Geld auszugeben, nicht bekommen können?

Aber um nicht schwarz zu malen, möchte ich hier noch sagen, dass das Lesen digitaler Scan-Ins von Mangas nicht gleichzeitig bedeutet, dass kein einziger Print-Manga gekauft wird. Es gibt Sammler, eingefleischte Fans und Leser, die etwas haptisches bevorzugen oder der Vollständigkeit halber die gedruckten Comics kaufen. Dann gibt es noch Artbooks, Soundtracks, Merchandising und andere Sachen, mit denen auch Umsatz erzielt wird. Vergessen wir nicht: Mangas leben von einer Fangemeinde. Und die muss auch die Freiheit haben dürfen in gewissen Maße ihre Fantasie freien Lauf lassen zu können. Momentan ist diese Fangemeinde vor allem durch das Internet vernetzt und in diesem auch aktiv, warum sind es die Manga-Verlage nur noch nicht?

Falls jemand weitere Informationen hat über VIZ Media, deutsche Verlage, japanische Lizenzen und kostenlos Sushi-Gutscheine, dann freue ich mich jederzeit über einen Kommentar!

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Der japanische Onlineshop Rakuten und seine Ebooks

26 Jan

Es war mal wieder so weit: In München tagte die DLD Conference (Digital, Life, Design) und lud einen Haufen an interessanten und wichtigen Menschen aus der digitalen Welt ein. München war sozusagen Gastgeber der digitalen Welt. Die DLD Conference wurde von Stephanie Czerny und Marcel Reichart, beide von Hubert Burda, gegründet und setzt meiner Meinung nach um, was dringend in Zeiten der digitalen Umstrukturierungen benötigt wird: eine Plattform zum Austauschen.

 

Interessant wurde es nicht nur als Greg Greeley von Amazon selbstsicher und begeistert seinen Kindle Fire aus dem Jackett zauberte und darüber sprach, dass damit den Kunden mehr geboten würde, was sie sich jemals vorgestellt hätten. “15 Jahre Arbeit von Amazon stecken hier drin.” sagte er und meinte damit wohl vor allem das Kundenverhalten, das Kaufverhalten und die richtige Kundenpflege.

Oder Jimmy Wales von Wikipedia mit klaren Worten sagte “I wanted to pay for that movie again although I already had it. But iTunes wouldn’t take my money and so I asked myself: Why don’t you offer the things people want and are ready to pay for? My daughter looked at me and thought “Daddy, why don’t you go on megaupload?” but she actually didn’t say it… (laugh) Give the people what they want, why is it so hard to do so?”. Außerdem hatte sich wikipedia.org mit dem Blackout bezüglich SOPA such einen Applaus verdient und konnte mit schlagkräftigen Argumenten erklären, was denn Demokratie im Internet sei.

Aber auch Japan war vertreten. Nicht nur mit Yoko Ono sondern auch mit Hiroshi Mikitani, dem Chef von Rakuten. Rakuten ist nach Erlös eines der drei größten Onlineshop-Portale weltweit und ist somit auch weltweit vertreten. Interessant ist es auch zu hören, dass Mikitani die Firmensprachen von Japanisch zu Englisch abgeändert hat, was sicherlich zu einigen Diskussionen geführt hat. Aber Mikitani meint, dass die Kleindenkerei, die japanische Firmen mit der sehr speziellen Sprache (Schriftzeichen als Anfang) und der ganz eigenen Firmenkultur an den Tag legen, den globalen Erfolg eher hemmt.

Daher sind manche japanische Firmen, wie beispielsweise Kinokuniya zwar sehr stark aufgestellt und agieren auch in anderen Ländern, jedoch haben sie so manche Schwierigkeiten bspw. in Europa. Größer ist jedoch die andere Seite: Taschen Verlag hat seine Zentrale in Japan verkauft, Random House in Japan wurde ebenfalls verkauft und andere Tochterfirmen von Verlagen oder Niederlassungen, die erfolgreich sind, sind vollkommen japanisch. Zufall? Kennt man die japanische Gesellschaft, dann kann man wohl eher sagen “Nein, sicher nicht” und versteht, dass man um in Japan erfolgreich zu sein, sich auch mit den internen Strukturen dort auskennen muss.

Rakuten hat im November Kobo gekauft, das heißt: Ebooks. Die Ebook-Sektion wird ausgebaut, daher sucht Rakuten auch Manager für diesen Bereich, die fließendes Englisch und fließendes Japanisch sprechen – das wird lustig. Aber ein deutlicher Schritt in Richtung Globalisierung der digitalen Märkte ist erkennbar.

Rakuten hat verstanden, dass auf dem Ebook-Markt die kleinen Fische kaum überleben können und katapultiert sichmit dem Kauf von Kobo an die Spitze.

Kinokuniya wird natürlich auch mitziehen, nachdem sie mit dem BookWebPlus und der Kinoppy-App schon eine gute Plattform und eine große Anzahl an registrierten Nutzern vorweisen können. Vor allem durch die Kombination der App (für Tablets, Smartphones und PC) mit dem Onlineshop, sodass während dem Lesen eines Ebooks bspw. die Sonderedition im Printformat über die App gekauft werden kann, ist spannend! Aber reicht das, um im globalen Markt überleben zu können?

Im Angebot hat Rakuten schon den Raboo, den Ereader von Panasonic und bringt mit dem Vox reader (Android) von Kobo ein weiteres Lesegerät auf den Markt, wobei letzteres mit Farbdisplay versehen ist und als Konkurrent von Amazon Kindle Fire verstanden werden könnte. Warum Kobo für Rakuten sinnvoll ist, liegt anderseits auch an den Sozialen Buchnetzwerk “Reading Life”, das Rakuten sicherlich für andere Verkaufszwecke verwenden möchte. Warten wir ab, was daraus wird. Nachdem sich Rakuten ja als “freundlich” erweist, indem es Anteile am lokal generierten Umsatz von Ebooks für stationäre Verkäufer der Rakuten- und jetzt auch Kobo-eReader ermöglicht, kann es gut sein, dass die Kobo-Nutzer auch bald Rakuten-Kunden sein werden.

Wer sich dann noch sein Gespräch auf der DLD Conference anschauen möchten, kann hier schauen: Hiroshi Mikitani auf der DLD Conference. Aber ich warne vor Herrn Holger Schmidt, dem Interviewer vom Focus, der sich wohl als Ziel gesetzt hat wizz his grait Englisch tu schock ze Pipel. Man könnte fast den Wunsch haben aufzustehen und zu brüllen “Holger, komm ey, lass mich bitte die Fragen stellen!” wenn man nur live dabei gewesen wäre. Nochmal: Leute, deutsches Englisch zu sprechen ist nicht immer toll!

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Freitagsfüller No. 2

20 Jan

1.  In der vorigen Woche  hab ich viel viel Arbeit erledigt, aber keinen Fetzen für die Uni gemacht.

2.  Ich möchte einen bezahlten Nebenjob haben, der sich mit der Buchbranche beschäftigt oder ist das zuviel verlangt?

3.  Mein letzter Spontankauf war das Final Fantasy XIII Spiel, das in den Semesterferien sicherlich mehr Aufmerksamkeit bekommt.

4.  Sich auf die kalte Jahreszeit zu freuen macht in meinen Augen keinen Sinn.

5. Kann bitte mal jemand meinem Körper sagen, dass Nichtrauchen nicht heißt sinnlos an Masse zu zulegen?

6. Startet ein Essenstagebuch, um das Rätsel meiner hartnäckigen Exraucher-Kilos herauszufinden und ich hoffe, dass es klappt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Arbeit, morgen habe ich den Besuch der Neueröffnung vom Bubble Tea “Boobuk” Shop geplant und Sonntag möchte ich aufräumen, schreiben und sporteln, aber mein Arbeitsstapel wartet schon !

Ich entschuldige mich für das Thema “Gewicht”, das sehr aktuell ist – aber offenbar trollt mich mein Körper. Denn sogar bei 4 bis 5mal die Woche Sport und ausgeglichener Ernährung grinste mich die Waage mit den Worten “Kein Gramm hat sich geändert” an – obwohl im Vergleich zu 2009 ganze 10 Kilo sich eingeschlichen haben. Sport mache ich vor allem auch weil es mir Spaß macht und ich mich wohl fühle, aber … es kann doch nicht sein, dass weder Gewicht noch Masse ändern!

Wer Tipps und Tricks hat, kann sie mir gerne mitteilen. Ich weiß, dass das Nichtrauchen Kilos anzieht auch aufgrund des Ich-ess-wenn-ich-halt-sonst-eine-geraucht-hätte (bei 1 bis 2 Packungen pro Tag ist das viel!), aber irgendwie muss doch mein Normalgewicht wieder her. Damit die lila American Apparel Hose gekauft werden kann, jawoll.

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